Die 10 Saunaregeln

Ein paar Stunden in der Saunaanlage verbringen, das ist Entspannung pur! Um jedoch den Saunagang und das entspannte Gefühl danach richtig genießen zu können, sollte man einige Regeln beachten. Denn nur wer richtig sauniert, der unterstützt die gesundheitsfördernde Wirkung des Heißluftbads.
1. Nicht direkt nach dem Sport in die Sauna gehen
Körperliche Anstrengung unmittelbar vor dem Saunabesuch ist nicht ratsam. Der Besucher sollte mindestens eine Ruhepause von fünfzehn Minuten einhalten. Auch nach dem Saunabad ist jeglicher Sport tabu. So wirkt die Entspannung länger. Vor dem Saunabad empfiehlt sich eine leichte Mahlzeit.
2. Sauna und Dampfbad in Ruhe genießen
Jeglicher Zeitdruck ist fehl am Platze. Der Gast sollte sich entspannen, Alltagsprobleme hinter sich lassen und mindestens zwei Stunden für den Besuch einplanen - dann ist der Erholungseffekt umso wirksamer. Daneben gilt: immer nackt schwitzen. Kleidung könnte die Haut reizen und ihre Atmung behindern.
3. Gründlich abduschen
Der Besucher sollte zu Beginn ein ausgiebiges Duschbad nehmen, damit Make-up-, Creme- und Ölreste verschwinden. Ratsam ist, die Haut anschließend gut abzutrocknen, da trockene Haut schneller schwitzt.Eine trockene Bürstenmassage vor der Dusche fördert zudem die Durchblutung der Haut und löst abgestorbene Hautschüppchen.
4. Zeitlimits beachten
Der einzelne Saunagang kann zwischen zehn und 20 Minuten dauern. Geübte absolvieren bis zu drei Saunagänge, anderen reicht schon einer.In jedem Fall sollte der Besucher auf die Signale des Körpers achten und nichts übertreiben. Wer einen niedrigen Blutdruck hat, kann den Kreislauf mit einem warmen Fußbad auf die Hitze einstimmen.
5. Viel trinken
Zwischen den Saunagängen sollte man die verlorene Wassermenge nicht gleich auffüllen, anderenfalls verringern sich die Ausscheidung der Schadstoffe und der Reinigungseffekt. Nach dem Saunabesuch ist es jedoch wichtig, viel zu trinken - allerdings keinen Alkohol, sondern Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte.
6. Schwangerschaft
Schwangere sollten erst nach Rücksprache mit dem Arzt in die Sauna gehen. Ist die Schwangerschaft unkompliziert, spricht aber grundsätzlich nichts gegen ein Heißluftbad.
7. Erkältung
Der Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen stärkt das Immunsystem. Wer jedoch bereits erkältet ist, sollte nicht in die Sauna gehen: Die Temperaturreize bringen die Infektion erst richtig zum Ausbruch. Klingt die Erkältung ab, kann ein Schwitzbad helfen, die restlichen Krankheitserreger auszuscheiden.
8. Verletzungen
Tabu ist ein Saunabesuch auch bei offenen Wunden; einem starken Bluterguss; Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen; Entzündungen - besonders, wenn Organe und Blutgefäße betroffen sind; nicht ausgeglichene Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs; Epilepsie- und Krebserkrankungen; Leber und Nierenveränderungen; Durchblutungsstörungen des Gehirns und Regulationsstörungen des Nervensystems.
9. Abkühlung
Die Abkühlung nach dem Schwitzbad gehört zum Saunen dazu und sollte nicht vergessen werden. Schließlich hat der Körper jetzt einen vermehrten Bedarf an Sauerstoff, da die Hitze Stoffwechsel und Durchblutung angeregt haben. In der frischen Luft können die erwärmten Atemwege abgekühlt werden. Hat die Sauna Gartenanschluss, ist es gut, sich dort ausgiebig zu bewegen und dabei tief durchzuatmen. An die Abkühlphase sollte ein Fußbad in mit etwa 40 Grad warmem Wasser folgen, damit die durch die Kälte zusammengezogenen Gefäße sich langsam wieder öffnen.
10. Ruhephase
Nach der Abkühlung sollte der Gast sich in einen warmen Bademantel wickeln und auf einer Liege mindestens 15 Minuten entspannen. Dort kann er ein Nickerchen halten, lesen oder Musik hören. Ein oder zwei Saunagänge können dann noch folgen. Nach dem Besuch sollte der Saunagänger sich warm anziehen. Außerdem tut er gut daran, seinem Körper nach den kreislaufbelastenden Temperaturschwankungen noch ein wenig Entspannung zu gönnen.